Die Erdbeere

Eine rote Königin unter den Beeren

17.07.2009 Melanie Tasi

Schon im Mittelalter schätzte man die Erdbeere für ihren Geschmack und ihr Aussehen. Auch heute gilt sie als Hauptlieferant für große Mengen an Vitalstoffen.

Schon bei den Germanen waren Erdbeeren das Symbol für Sinnesfreuden und auch die römischen Dichter Vergil und Ovid priesen die Frucht, die sie „fragum" nannten, vom lateinischen Wort „fragrare" – „duften".

Im Mittelalter versuchte man dann lange Zeit, ihre etwas mehr Fülle anzuzüchten, vergeblich. Die kleine rote Walderdbeere wollte einfach wachsen. Der Durchbruch gelang erst im 18. Jahrhundert, als man zwei großwüchsige Sorten aus Nord- und Südamerika miteinander kreuzte. Das lang ersehnte Ergebnis: große Erdbeeren mit viel Aroma. Heute gibt es mehr als 1000 Sorten, von denen sich aber nur wenige durchgesetzt haben. Die beliebteste Erdbeere ist zur Zeit „Elsanta".

Was ist das Besondere an Erdbeeren?

Obwohl Erdbeeren bei uns mittlerweile ganzjährig verfügbar sind, gibt es gute Gründe, die heimische Saison abzuwarten. Denn Importware ist auf gute Transporteigenschaften getrimmt und nicht auf Geschmack. Erdbeeren aus der Region schmecken besser, benötigen viel weniger Chemie und sind wegen der kürzeren Transportwege viel umweltfreundlicher.

Erdbeeren gehören zu den empfindlichsten Früchten überhaupt. Daher sollte man sie schnell verbrauchen. Unreife Früchte gehören nicht in den Einkaufskorb, da sie nicht nachreifen. Reife Erdbeeren sind vollständig rot gefärbt, weich und saftig, sie duften intensiv und ihr Stiel lässt sich leicht entfernen. Zu Hause angekommen sollte man die Früchte nur kurz unter fließendes Wasser halten, da sie leicht Wasser annehmen. Zudem empfiehlt es sich, den Stiel erst nach dem Reinigen zu entfernen, damit kein wertvoller Saft verloren geht. Danach steht dem sinnlichen Genuss der köstlichen kleinen Früchte nichts mehr im Weg.

Warum sind Erdbeeren gesund?

Trotz ihrer herrlichen Süße sind Erdbeeren kalorienarm und liefern große Mengen wertvoller Vitalstoffe. Allein der Vitamin C Gehalt liegt höher als bei Zitronen. Reichlich Folsäure fördert zudem die Neubildung von Zellen und ist daher vor allem für Schwangere wichtig. Auch der hohe Gehalt an sekundären Phenolsäuren wirken entzündungshemmend, keimtötend und können sogar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Allgemein haben Erdbeeren eine harntreibende, blutreinigende und kräftigende Wirkung. Sogar einen erhöhten Cholesterinspiegel können sie senken. Empfindlich Personen, vor allem Kleinkinder, reagieren auf den Genuss von Erdbeeren jedoch häufig mit Hautausschlägen und sollten die roten Früchte deshalb mit Vorsicht genießen.

Wie werden Erdbeeren gelagert?

Frische Erdbeeren genießt man am besten so schnell wie möglich, denn schon wenige Stunden nach der Ernte verlieren sie Aroma. Im Kühlschrank bleiben sie höchstens zwei Tage genießbar. Um die Früchte möglichst wenig zu quetschen, sollte man sie am besten in flachen Schalen aufbewahren. Beschädigte Früchte sofort aussortieren, da sie schnell schimmeln. Erdbeeren eignen sich auch gut zum Einfrieren. Gewaschen halten sie sich im Eisfach etwa zehn Monate.

Spargel Erdbeer Salat

Zutaten für 4 Personen:

  • 600g weißer Spargel
  • 350g Erdbeeren
  • ½ Bund Sauerampfer
  • Salz, Pfeffer
  • 4 EL Weißweinessig
  • 4 EL Rapsöl

Zubereitung des Spargel Erdbeer Salates

Den Spargel waschen, schälen, Enden abschneiden und längs in sehr feine Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser 1 Minute blanchieren, eiskalt abschrecken und abtropfen lassen.

Erdbeeren waschen, putzen und nach Bedarf klein schneiden. Sauerampfer waschen, trocknen, schütteln, und die Blätter kleiner schneiden. Spargel mit Erdbeeren und Sauerampfer mischen.

Salz, Pfeffer, Essig und Öl verrühren und untermischen. In Schälchen anrichten und mit Brot servieren.

Kokosschmarren mit Erdbeeren und Himbeeren

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g gemischte Beeren
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 EL Kokosflocken
  • 4 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 150 ml Milch
  • 100 ml Kokosmilch
  • 200g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • Öl zum Anbraten
  • Puderzucker
  • Kokoschips

Zubereitung des Kokosschmarren mit Erdbeeren und Himbeeren

Beeren waschen und putzen. Mit dem Vanillezucker mischen. Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten, zur Seite stellen.

Für den Teig die Eier trennen. Die Eigelbe mit Zucker, Kokosmilch und Milch verrühren. Der Teig sollte die Konsistenz von Brei haben, falls er zu fest ist, einfach noch etwas Milch zufügen. Die Eiweiße mit Salz zu einem steifen Schnee schlagen und unter den Teig heben.

Etwas Fett in einer großen, antihaftbeschichteten Pfanne mit passendem Deckel erhitzen. ¼ des Teiges einfüllen, Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze ca. 3 – 4 Minuten backen.

Mithilfe des Deckels wenden. Weitere 3 – 4 Minuten bei geschlossenem Deckel backen. Das Omelett mit zwei Bratwendern in Stücke zu einem Schmarren zerreißen, mit etwas Puderzucker stäuben, leicht karamellisieren lassen, in eine Schüssel geben und im vorgeheizten Ofen bei 120º C warm halten.

Mit den anderen drei Portionen genauso verfahren. Zum Schluss den fertigen Schmarren mit Beeren mischen, auf Tellern verteilen und mit Kokoschips und Puderzucker garniert heiß servieren

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