Fischsuppen aus der Lausitz

Einfache und köstliche Gerichte – schnell zubereitet

23.05.2009 Gunter Träger

Fisch sollte der Hauptbestandteil einer Suppe sein. Bei der Vielzahl der Arten und etwas Kreativität beim Kochen, ist ein Augen- und Gaumenschmaus vorprogrammiert.

Fischsuppen sind gehaltvoll, kalorienarm und sehr leicht herzustellen. Zusammen mit frischem Gemüse, das keinesfalls zerkochen darf, sind sie zudem äußerst sättigend und versorgen den Organismus reichlich mit Vitaminen und Mineralstoffen. In der Lausitz erfreuen sich Fischsuppen großer Beliebtheit. Kunststück – bei über 1.000 Teichen ist die Region geradezu prädestiniert die Fische kulinarisch zu verwerten. Die Artenvielfalt der Wasserbewohner sorgt für entsprechende Abwechslung – auch geschmacklich.

Tipps für die Zubereitung von Fischsuppen

Beim Bereiten von Suppen ist unbedingt darauf zu achten, dass der Fisch nicht im Sud kocht. Er soll bei schwacher Hitze nur darin ziehen. Man kann ihn auch in Öl oder Butterschmalz kurz anbraten, auf den Teller geben und dann mit der heißen Flüssigkeit übergießen. Nach wenigen Minuten ist er völlig durchgegart und das Essen soweit abgekühlt, dass einem Verzehr nichts mehr im Wege steht.

Einfache Fischsuppe

300 g frischer gesäuberter Fisch

1 L Wasser oder Fischfond

¼ L Milch

50 g Butter

50 g Mehl

2 Zwiebeln

1 Lorbeerblatt

etwas grob gehacktes, geputztes Suppengemüse, fein gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer

Das Gemüse und eine geviertelte Zwiebel werden im leicht gesalzenen Wasser solange gekocht, bis sie fast weich sind. Den Fisch hinein geben und nach einem kurzen Aufkochen ziehen lassen.

Die andere Zwiebel fein würfeln und in der Butter anschwitzen. Pfeffer zugeben. Mehl überstäuben und mit einem Schneebesen einrühren. Langsam mit etwas Gemüsebrühe abziehen und die Milch beigeben.

Alles nochmals eine viertel Stunde köcheln lassen. Die Suppe darf nicht zu dünn werden.

Der Fisch wird aus dem Sud genommen, zerpflückt und auf den Tellern verteilt. Darüber gibt man die Petersilie und anschließend die Suppe.

Mit einem Schuss trockenem Weißwein kann das Gericht erheblich verfeinert werden.

Reich an Zutaten, aber auch reich an Geschmack ist das folgende Gericht. Anstelle von Karpfen eignen sich auch andere Fische. Sie sollten aber über einen kräftigen Eigengeschmack verfügen. Besonders gut schmeckt diese Suppe, wenn Tiere verschiedener Arten dazu verwendet werden. Aber das gilt wohl für jede Fischsuppe.

Lausitzer Bouillabaisse

2 große Karpfenfilets

1 fein gehackte Zwiebel

1 in feine Streifchen geschnittene Möhre

100 g Sellerie - genauso vorbereiten wie die Möhre

100 g Porree in feine Ringe geschnitten

11/2 L Fischbrühe oder Wasser

1 EL Tomatenmark

1 Lorbeerblatt

1 TL Cayennepfeffer

Leinöl, saure Sahne, Zitronensaft, Salz, fein gehackter Dill

Die Fischbrühe – oder das Wasser – erhitzen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Porree im Öl rasch anschwitzen. Tomatenketchup einrühren, Cayennepfeffer beigeben und mit der heißen Brühe auffüllen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Die in kleine Stücke geschnittenen Filets zugeben und alles aufkochen lassen. Vom Feuer nehmen und etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Mit saurer Sahne abziehen. Nochmals abschmecken. Die Suppe darf jetzt nicht mehr kochen. Vor dem servieren mit den Kräutern bestreuen.

Zu dieser, an Inhaltsstoffen sehr reichen Suppe, schmeckt am besten frisches Weißbrot.

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