Salat aus dem MeerAlgen als schmackhafte Nährstoffquelle
Neben Fischen, Muscheln und anderen Meeresfrüchten ist an deutschen Küsten noch weiteres gesundes Essbares anzutreffen. Die Algen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Bei einem langen Strandspaziergang findet man sie in den wildesten Formen und interessantesten Farben. Algen wie zum Beispiel der bekannte Seetang sind für Kinder beim Sandburgenbau ein beliebtes Dekorationsobjekt. Ansonsten können die meisten Menschen diesem Strandgut nicht allzu viel abgewinnen. Einzelne essbare Algen-Arten an deutschen KüstenAn der Nord- und Ostseeküste sind neben Muscheln und anderen Meeresfrüchten verschiedene Arten von Algen anzutreffen. Zu den essbaren unter ihnen gehören unter anderem:
Der Purpurtang ist beispielsweise auf Felsen und Steinen anzutreffen. Im Wasser ist er zart purpurrot getönt, fällt er trocken, verfärbt er sich dunkel. Während der Queller auf den salzhaltigen Schlickböden der Nord- und Ostsee wächst und dort zum Teil richtige Kolonien bildet, findet man Seemangold vorwiegend an Deichen. Die beste Zeit zum Algen-SammelnDie Monate Mai und Juni sind die beste Sammelzeit für Algen aus dem Meer. Die dünnen, durchscheinenden Blätter des Purpurtangs mit ihrem gewellten Rand klammern sich mit kleinen Haftscheiben an die Oberflächen von Steinen. Den Queller kann man von Juni bis September sammeln und auf unterschiedliche Weise zubereiten. Im Gegensatz dazu kann man die Blätter des Seemangolds sogar von Juni bis Oktober pflücken. Nähr- und Inhaltsstoffe von AlgenSie sind im Allgemeinen reich an Jod, einem Mineralstoff, der für die Funktion der Schilddrüse von großer Wichtigkeit ist. Außerdem liefern sie reichlich Kalium und das knochenstärkende Kalzium. Neben weiteren essenziellen Nährstoffen wie mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Aminosäuren und Spurenelementen weisen sie auch bioaktive Substanzen auf. Diese sekundären Pflanzenstoffe besitzen verschiedenste gesundheitsfördernde Eigenschaften. Seemangold zum Beispiel ist reich an Betacarotin, der antioxidativ wirkenden Vorstufe von Vitamin A. Desweiteren enthält dieses Meeresgemüse Kalzium, Eisen, Magnesium und Kalium, welches den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht hält. Gesundheitsfördernde Eigenschaften verschiedener Algen-ArtenAlgen gelten in der Naturheilkunde als natürliches Mittel gegen Verstopfung und sollen auch bei Erkältungen, Arthritis und Rheuma Linderung verschaffen. Einzelne Algen-Arten sind inzwischen genauer untersucht. So ist zum Beispiel bekannt, dass sie auch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen, was hauptsächlich auf ihre vielfältigen - oft in hoher Dosis vorhandenen - Inhaltsstoffe zurückzuführen ist. Zu diesen Wirkungen zählen unter anderem folgende Effekte:
Zubereitung und Verzehr von AlgenBeim Sammeln ist sorgfältig darauf zu achten, dass das Gebiet nicht durch Umweltverschmutzung verseucht ist. Vor der Zubereitung sollten alle Algen-Arten zunächst gründlich gewaschen werden, um sie von Sand und Muschelschalen zu befreien. Beim Queller beispielsweise ergeben die jungen Schößlinge im Juni oder Juli einen knackigen Salat. Später aber, im August oder September wird der Queller dann wie Spargel zubereitet und verzehrt. Nach dem Kochen zieht man den fleischigen Teil der Pflanze mit den Zähnen von ihren harten Kern. Seemangold hingegen kann wie Spinat zubereitet und als Beilage zu Kartoffel- oder Fleischgerichten verzehrt werden. Naturkost- oder Asia-Läden bieten verschiedene Sorten von Algen meist in dünnen Platten oder als Streifen an. Sie enthalten - wie oben beschrieben - eine Vielzahl von Mineralstoffen und schmecken daher von Natur aus salzig. Zerkleinerte Algenstreifen eignen sich hervorragend zum Würzen von Suppen, Salaten und Nudelgerichten und geben ihnen den Geschmack von frischem Meerwasser. Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel den ärztlichen Rat nicht ersetzen kann! Literatur: Steneberg A: Algen in Ernährung und Medizin - Meersalat oder Wunderdroge? Umwelt&Gesundheit 15 3 (2004) 102-107 Werder C: Mikroalgen - Werbung und Wirklichkeit. Ernährung Aktuell. Umwelt&Gesundheit 15 4 (2004) 158-160
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