Spätzle - schwäbische NudelweltNudelspezialitäten aus dem Süden
In Schwaben gibt es eine ganz besondere Spezialität: Die Spätzle. Der Begriff ist die Miniaturform von "Spatz", dem kleinen Vögelchen
Nudeln sind nicht gleich Nudeln. Das wissen wir schon von unserem Italiener um die Ecke. Hier haben wir die Qual der Wahl zwischen Tagliatelle, Gnocchi oder Tortellini... . Nudeln als Beilage zum Hauptgericht sind in Deutschland schon eher ein Begriff. Auch hier finden wir verschiedene Ausprägungen. So gibt es auch echt schwäbische Nudeln. Natürlich gibt es daneben auch die Kartoffeln, selbstverständlich auch das gesunde Gemüse – aber vor allem: Nudeln! Warum? Das liegt in der Herkunft der Beilage begründet. In ländlichen Gebieten wuchs vor allem Getreide: Weizen, Roggen, Dinkel. Generell bezeichnet man diese als "Korn". Also: Mehl war vorhanden. Was ist daraus zu machen - mit Eiern, mit Milch..? Dampfnudeln, Pfannkuchen, Nudeln. Nudeln…? Nudeln - einfach und schnellNudeln – bereitet aus Mehl und Eiern, mit wenig Salz und wenig Wasser als Nudelteig. Der Teig wird sehr dünn ausgewellt. So dünn, dass man eine darunter liegende Zeitung lesen könnte. Der Teig wird dann eingerollt und gleichmäßig abgeschnitten. Jetzt müssen sie nur noch gelockert werden. Und dann - ab mit der leckeren Beilage ins kochende Salzwasser. Wer etwas Besonderes möchte, der kann weitere Zutaten in den Teig einarbeiten, wie zum Beispiel gemahlene Nüsse oder auch klein geschnittene Pilze oder Paprika. Damit kommt außerdem noch Farbe auf den Teller. Spätzle - die schwäbische kleine und liebe VarianteAber jetzt: die Spätzle. Sie sind auch Nudeln - nur ganz Besondere: Schon die Endung –le führt unsnatürlich geradewegs in den schwäbischen Raum: –le und -chen sind bekanntlich die Wortendungen, die etwas Kleines und Liebes meinen. So muss man dem "Spätzle" begegnen! Der Begriff "Spätzle" lehnt sich an den Begriff Spatz an. Der Spatz ist ein Singvogel. Jeder kennt die meist in Scharen auftretenden kleinen Vögel, der außerordentlich widerstandsfähig ist. Leider steht aber auch eher bereits mit einem Füßchen bereits auf der roten Liste. Oftmals entwickelt er ein ohrenbetäubendes Geschrei, wenn man sich einer Hecke nähert, in der viele Spatzen sich aufgehalten haben, um die neuesten Rezepte zu diskutieren… Doch es ist wichtig zu beachten, dass die schwäbische Nudelspezialität "Spätzle" sind. Hier gilt es aufzupassen, dass kein "Spatz" daraus wird. Die klassische Zubereitung braucht einen Spätzlesschaber300 g Mehl mit 3 -4 Eier, Salz und wenig Wasser. Das sind die Zutaten für die Spätzle. Wer sie zubereiten will sollte die Zutaten klumpenfrei verrühren und so lange schlagen, bis der Teig genug Luft enthält. Das erkennt man daran, dass der Teig dann Blasen wirft. Nun kann man natürlich einen Spätzleshobel, eine Spätzlespresse oder ein ähnliches Ungetüm verwenden. Diese zu benutzen bringt den Teig in eine ganz spezielle Form. Die entstehende Nudelvariation nennt sich Knöpfle. Original aber sind ein Holzbrett mit Stiel und ein Spätzlesschaber: Man gibt eine Portion Teig auf das feuchte Bett und schabt dünne Nudeln in kochendes Salzwasser. Diese ‚kommen hoch’ und zwar sehr schnell, werden dann mit dem Schaumlöffel abgeschöpft und kurz in kaltem Wasser abgeschreckt. Dann kommt die nächste Portion. Am Ende können dann die Spätzle als Krönung noch ‚abgeschmälzt’ werden. Ein Genuss!
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