Zwiebelkuchen aus der PfalzMit neuem Wein der Klassiker im Herbst
Golden glühen die Wälder und die Weinernte ist in Gang. In der Pfalz ohne Federweißen und frischen Zwiebelkuchen undenkbar.
Gutes Essen gehört bekanntlich zu den Dingen, die dem Menschen mehr oder weniger Genuss bereiten. Gerade jetzt, wo die Nächte kühler werden steigt das Verlangen nach einer guten Mahlzeit. In der Pfalz ist jetzt die Zeit für den klassischen Zwiebelkuchen nach Großmutters Rezept. Ein einfaches regionales Rezept, dass manches Gourmetrezept in diesen Tagen weit hinter sich lässt. Hier in der Pfalz zwischen Ludwigshafen und Bad Dürkheim versteht man was vom Wein und dem Schlemmen. Im Mittelpunkt die ZwiebelNicht zu scharfe Zwiebeln sind am Besten geeignet, Qualität ist Pflicht. Möglichst vom heimischen Bauern holen, meist bekommt man bessere Knollen als die Massenware aus dem Ausland. Denn unser Zwiebelkuchen lebt vom Aroma der Zutaten. Zutaten für ZwiebelkuchenFür den klassischen Hefeteig benötigen wir 500 Gramm Mehl (Type 550), 20 Gramm frische Hefe, 1 Prise Zucker, 60 Gramm Margarine. Dazu 2 Eigelb und einen halben Teelöffel Salz. Das hellere Mehl vom Typ 405 geht auch, ist aber nicht ganz so mineralstoffreich und herzhaft. Für den Belag 200 Gramm durchwachsenen Speck, 1500 Gramm Zwiebeln, 4 Eier, 375 ml Milch, dazu 2 Becher Schmand (je 200 Gramm) und Salz zum abschmecken. Und den neuen Wein nicht vergessen, der beste Federweiße kommt direkt vom Weingut des Vertrauens, man will ja kein südländisches Massenprodukt aus dem Kanister. Zubereitung des TeigsDas Mehl in eine ausreichend große Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken. Hier bröseln wir die Hefe hinein. Etwas Zucker und lauwarme Milch in die Mulde zugeben und zu einem Brei verrühren. So lassen wir die angesetzte Masse erst einmal an einem warmen Ort etwas gehen. Ist der Vorteig aufgegangen, verteilt man die Margarine in Flocken auf dem Mehlrand. Die Eigelbe mit dem Rest der Milch zugeben und eine Prise Salz dazu. Jetzt alles zu einem schön geschmeidigen Teig kneten. Und abgedeckt geht der Teig dann wieder an einen warmen Platz um solange zu gehen, bis er doppeltes Volumen hat. Zeit haben ist genug, denn die Zwiebeln warten schon. Zubereitung vom ZwiebelbelagJetzt geht es an die Zwiebeln, schälen und fein schneiden. Egal, ob Tränen fließen. In einer großen Pfanne zusammen mit den Speck dünsten bis sie glasig sind. In einer Schüssel verquirlt man nun die Eier mit dem Schmand, nach eigenem Geschmack würzen mit Salz und Pfeffer. Jetzt den Teig auf einem Blech ausrollen (gut vorher einfetten) und die Zwiebelmasse darauf verteilen. In den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen schieben und 30 bis 40 Minuten backen. Das Rezept ergibt ein Blech, etwa 16 Stück Zwiebelkuchen. Der neue Wein sollte bereit stehen, wenn er aus dem Ofen kommt. Denn warm schmeckt der Kuchen einfach am Besten. Den hat man sich auch redlich verdient. Gesamtzeit etwa 1,5 Stunden und einige Tränen gehören dazu. Großmutter hat nie Kalorien gezählt, keine Ahnung wie viele darin sind. Ist auch unwichtig, denn der selbstgemachte Zwiebelkuchen schmeckt einfach zu gut. Ein weiterer Höhepunkt aus der pfälzer Küche sind die selbstgemachten Dampfnudeln.
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